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Arbeitskosten im Jahr 2016 um 2,5 % gestiegen

Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 086 vom 10.03.2017

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 2,5 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhten sich die Kosten für Bruttoverdienste dabei um 2,3 %, die Lohnnebenkosten um 3,4 %.

Im vierten Quartal 2016 sind die Arbeitskosten im Vergleich zum vierten Quartal 2015 kalenderbereinigt um 3,0 % gestiegen. Dieser vergleichsweise hohe Wert beruht auf einem Rückgang der geleisteten Stunden im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dadurch erhöhen sich insgesamt die Arbeitskosten je geleistete Stunde. Der Zuwachs zum Vorquartal lag saison- und kalenderbereinigt bei 1,5 %.

Für das dritte Quartal 2016 liegen für alle 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) Veränderungsraten der Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum dritten Quartal 2015 kalenderbereinigt um 2,3 %. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum bei 1,9 %. Den höchsten Anstieg innerhalb der EU wiesen Rumänien (+ 14,7 %), die Tschechische Republik (+ 9,0 %) und Bulgarien (+ 8,4 %) auf. In Kroatien (− 5,5 %), Malta (− 2,1 %) und Italien (− 0,5 %) waren die Arbeitskosten rückläufig. In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit + 1,4 % deutlich niedriger aus als in Deutschland.

Die Veränderungsraten der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen Landeswährung gemessen und daher nicht währungsbereinigt.

Methodische Hinweise

Den Veränderungsraten der Arbeitskosten liegen die Ergebnisse des Arbeitskostenindex zugrunde. Dieser misst die Veränderung der Arbeitskosten und unterteilt sie zusätzlich in die beiden Bestandteile Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten. Bei allen drei Indizes werden den Kosten des Arbeitgebers die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer gegenübergestellt.

Revisionen in den Datenquellen, die für die Berechnung des Arbeitskostenindex genutzt werden, führten zu Anpassungen der Wachstumsraten des Arbeitskostenindex für alle Quartale des Jahres 2016. So hat sich die kalenderbereinigte Wachstumsrate des Arbeitskostenindex für das dritte Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahresquartal von 2,5 % auf 2,3 % verringert.
 
Arbeitskostenindizes
für das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich
in Deutschland 
Jahr, QuartalIndex der
Arbeitskosten
insgesamt
Index der
Bruttoverdienste
Index der
Lohnnebenkosten
1 Kalenderbereinigt, Census X-12-ARIMA.
2 Kalender- und saisonbereinigt, Census X-12-ARIMA.
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % 1
2008 2,6 3,1 0,8
2009 2,7 2,5 3,5
2010 1,3 0,7 3,3
2011 2,8 2,8 2,6
2012 3,0 3,3 2,0
2013 1,6 1,6 1,8
2014 2,0 1,9 2,2
2015 2,8 2,8 2,6
2016 2,5 2,3 3,4
Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in % 1
2014 1. Quartal 1,0 1,7 − 1,4
2. Quartal 1,8 1,5 3,1
3. Quartal 2,7 2,3 3,9
4. Quartal 2,4 2,2 3,2
2015 1. Quartal 2,8 2,6 3,2
2. Quartal 2,9 3,3 1,2
3. Quartal 2,5 2,7 2,1
4. Quartal 2,8 2,5 4,0
2016 1. Quartal 3,0 3,0 3,0
2. Quartal 2,0 1,2 4,6
3. Quartal 2,3 2,2 2,6
4. Quartal 3,0 2,9 3,5
Veränderung gegenüber dem Vorquartal in % 2
2014 1. Quartal 0,4 0,3 0,6
2. Quartal 0,7 0,4 1,9
3. Quartal 0,7 0,8 0,5
4. Quartal 0,5 0,7 0,0
2015 1. Quartal 0,7 0,6 1,0
2. Quartal 0,9 1,2 − 0,1
3. Quartal 0,4 0,1 1,3
4. Quartal 0,8 0,6 1,6
2016 1. Quartal 0,8 1,0 0,2
2. Quartal 0,0 − 0,3 1,3
3. Quartal 0,6 1,0 − 0,5
4. Quartal 1,5 1,3 2,3
 
EU-Vergleich der Arbeitskosten
Veränderung im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich
Rechenstand: 3. Quartal 2016 
Mitgliedstaaten
der Europäischen Union
Index der
Arbeitskosten
insgesamt
Index der
Bruttoverdienste
Index der
Lohnnebenkosten
Veränderung 3. Quartal 2016 gegenüber 3. Quartal 20151
in %
1 Kalenderbereinigt nach den jeweiligen nationalen Verfahren.

Quelle: Eurostat Online-Datenbank vom 6. März 2017 und Berechnungen von Destatis auf Basis der Eurostat Online-Datenbank.
– Nichts vorhanden
 
Europäische Union 1,9 2,0 1,5
Euro-Währungsgebiet 1,5 1,6 1,2
Belgien 0,3 0,8 − 1,1
Bulgarien 8,4 8,3 8,8
Dänemark 2,0 2,0 2,3
Deutschland 2,3 2,2 2,6
Estland 4,5 4,4 4,6
Finnland 1,4 1,0 2,7
Frankreich 1,4 1,5 1,1
Griechenland 0,5
Irland 0,7 0,4 2,1
Italien − 0,5 0,0 − 1,7
Kroatien − 5,5 − 5,5 − 4,2
Lettland 7,7 7,4 8,8
Litauen 6,8 6,7 7,0
Luxemburg 1,4 1,6 0,4
Malta − 2,1 − 2,1 − 1,8
Niederlande 1,8 2,0 0,9
Österreich 1,9 1,6 3,0
Polen 4,9 4,9 4,7
Portugal 3,6 3,9 2,6
Rumänien 14,7 14,7 14,8
Schweden 2,9 2,2 4,5
Slowakei 4,5 4,4 5,5
Slowenien 3,5 2,9 7,0
Spanien 0,4 0,8 − 0,4
Tschechische Republik 9,0 9,0 9,1
Ungarn 6,0 6,4 4,8
Vereinigtes Königreich 1,4 1,7 0,2
Zypern 0,2 0,1 0,3

Zu den Arbeitskostenindizes nach Wirtschaftszweigen können detaillierte Daten und Zeitreihen über die Tabelle Arbeitskostenindex nach Wirtschaftsbereiche und Bereinigungsverfahren (62421-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Daten im europäischen Vergleich stehen unter Europa in Zahlen zur Verfügung.


Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressestelle, www.destatis.de

Zuletzt aktualisiert am Montag, 13. März 2017 10:54

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