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Neuer Mindestbeitrag für Riester-Rente

Bundesregierung 7.12.2011

Ab 2012 wird es einen Pflicht-Mindestbeitrag von jährlich 60 Euro für alle Riester-Sparer geben.  Außerdem können Riester-Sparer in bestimmten Fällen Beiträge nachzahlen und damit bereits zurückgeforderte Zulagen wieder sichern. Der Bundesrat hat den gesetzlichen Änderungen am 25. November abschließend zugestimmt.

Es geht vor allem um mittelbare Riester-Sparer, die unwissentlich keinen Eigenbeitrag geleistet hatten. Die Zulagenstelle hatte deren Zulagen zurückgefordert.

Die Bundesregierung hatte die gesetzliche Kulanzregelung daraufhin im Mai auf den Weg gebracht. Insgesamt werden die Änderungen das Riester-Verfahren klarer gestalten. Sie sollen zum 1. Januar 2012 in Kraft treten.

Erst dann werden auch die Nachzahlungen möglich sein. Die Anbieter von Riesterverträgen sollen ihre Kunden bis zum 31. Juni 2012 über die Neuregelung informieren.

Wer ist betroffen?
Betroffen sind diejenigen Riester-Sparer, die über ihren Ehepartner mittelbar zulagenberechtigt sind. Das betrifft vor allem selbst nicht berufstätige Ehepartner (meist Ehefrauen) von Riester-Sparern. Sie mussten in der Regel auf ihren eigenen Riester-Vertrag keinen Mindestbeitrag einzahlen, um die staatliche Zulage zu bekommen.

Kern des Problems ist der schleichende Übergang von der mittelbaren in die unmittelbare Zahlungsberechtigung:
So hätten nach der Geburt eines Kindes viele Betroffene einen Eigenbeitrag beisteuern müssen. Wer dann in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert  wird, wechselt von der mittelbaren in die unmittelbare Zulagenberechtigung – und muss dann mindestens 60 Euro pro Jahr in den eigenen Riester-Vertrag einzahlen, um die volle Zulage zu erhalten.

Da viele Riester-Sparer diese Rechtslage nicht kannten, teilten sie ihre familiären Änderungen nicht mit. Sie zahlten in Folge weiterhin keinen eigenen Mindestbeitrag.

Nach derzeitigem Recht wurde die Zulage in diesen Fällen zurückgefordert. Das heißt, am Vertragsende wird den Anlegern weniger ausgezahlt.
Ab 2012 Mindestbeitrag für alle Riester-Sparer
Die gesetzliche Änderung löst das Problem für die Zukunft: Ab 2012 müssen alle mittelbar zulageberechtigten  Riester-Sparer und Sparerinnen einen Eigenbeitrag von mindestens 60 Euro im Jahr (also fünf Euro pro Monat) auf ihren Vertrag einzahlen. Nur dann erhalten sie die volle Zulage.

Die Riester-Rente wird nicht  vollkommen vom Staat finanziert. Sie ist eine private Zusatzrente, die staatlich bezuschusst wird.  Monatlich fünf Euro Mindestbeitrag sind  nicht viel. Der eigene Beitrag erhöht am Ende die Zusatzrente.

Quelle: www.bundesregierung.de
Zuletzt aktualisiert am Montag, 21. August 2017 15:50

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