Kann Ihre Steuerrechts-Datenbank, was unsere Online-Datenbank kann? Sie können es sofort testen! Hier klicken und gleich starten! Zur SIS Datenbank online

Bayern bringt Entschließungsanträge für Steuererleichterungen im Bundesrat ein

Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

Pressemitteilung Nr. 254 vom 05.07.2018

Steuersenkungen für Unternehmen

„Deutschland muss durch eine Absenkung der Unternehmensteuerbelastung die Weichen für Wachstum und Beschäftigung stellen. Mit der Einführung einer Teilanrechnung der Gewerbesteuer auf die Körperschaftsteuer wollen wir die steuerlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in Deutschland verbessern. Damit können wir gleichzeitig die Belastungswirkungen der substanzbesteuernden Elemente bei der Gewerbesteuer abmildern“, stellt Finanzminister Albert Füracker fest. Bayern bringt im Bundesrat am Freitag (am 6.7.) Entschließungsanträge für Steuererleichterungen ein.

„Die Steuerreformen in den USA, Frankreich und Großbritannien werden das Kräfteverhältnis im internationalen Standortwettbewerb spürbar beeinflussen“, merkt Füracker an. So haben die USA ihre Bundeskörperschaftsteuer von 35 auf 21 Prozent gesenkt. Frankreich plant die Körperschaftsteuer auf 25 Prozent, Großbritannien auf 17 Prozent zu senken. In Deutschland beträgt dagegen die durchschnittliche Ertragsteuerbelastung von Kapitalgesellschaften knapp 30 Prozent, in den kreisfreien Städten sogar 31,5 Prozent. Im Vergleich mit anderen Industrienationen ist Deutschland innerhalb des letzten Jahrzehnts aus einer Position im Mittelfeld wieder in die Gruppe der Hochsteuerländer aufgerückt. Aufgrund des erheblichen Gewichts der Gewerbesteuer, die in etwa die Hälfte der Gesamtsteuerbelastung von Kapitalgesellschaften ausmacht, sind die Spielräume für Senkungen des Körperschaftsteuersatzes begrenzt. Vor diesem Hintergrund sieht der bayerische Vorstoß eine Teilanrechnung der Gewerbesteuer auf die Körperschaftsteuer vor. Füracker: „Dadurch kann die Unternehmensteuerbelastung auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau abgesenkt werden. Durch die stärkere Verzahnung von Körperschaft- und Gewerbesteuer würde zudem dokumentiert, dass beide Steuern Teile eines Gesamtkonzepts sind.“

Ergänzend müsse im Rahmen des für 2021 vereinbarten Schritts zum Abbau des Solidaritätszuschlags auch die mittelständische Wirtschaft entlastet werden. Notwendig sei, so Füracker, eine substanzielle Mittelstandskomponente, die kleine Kapitalgesellschaften von der Zusatzbelastung durch den Solidaritätszuschlag befreit.

Pressemitteilung Nr. 262 vom 06.07.2018

Bürokratie im Steuerrecht abbauen

„Das Steuerrecht birgt erhebliche Potenziale, um die Wirtschaft von überflüssiger Bürokratie zu entlasten. Für kleine mittelständische Unternehmen stellen die steuerrechtlichen Dokumentations-, Nachweis- und Erklärungspflichten eine erhebliche Belastung dar. Wir wollen Mittelstand, Handwerk, Gastgewerbe und Landwirtschaft entlasten. Bayern setzt sich auf Bundesebene dafür ein, bürokratische Hürden im deutschen Steuerrecht abzubauen“, teilt Finanzminister Albert Füracker mit. Bayern bringt heute (am 6.7.) im Bundesrat mehrere Entschließungsanträge für Steuererleichterungen ein.

„Mit einer Verkürzung der handels- und steuerrechtlichen Pflicht zur Aufbewahrung von Buchführungsunterlagen von derzeit zehn auf acht Jahre erreichen wir eine substanzielle Entlastung der Unternehmen und Betriebe. Gleichzeitig sollen die Anforderungen an die digitale Vorhaltung von Buchführungsunterlagen flexibler gestaltet werden“, betont Füracker. Bayern fordert mit seiner Initiative unter anderem auch eine Anhebung der Wertgrenze von 800 auf 1.000 Euro bei der Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter.

In einem weiteren Entschließungsantrag an den Bundesrat will Bayern eine Halbierung des Zinssatzes für die Verzinsung von Steuernachzahlungen erreichen. Die jüngste Entscheidung des Bundesfinanzhofs, in der dieser erstmals verfassungsrechtliche Zweifel an der Höhe der Nachzahlungszinsen von 6 Prozent p.a. im Steuerrecht geäußert hat, unterstreicht die wiederholten bayerischen Forderungen nach einer Anpassung der nicht mehr zeitgemäßen Zinsregelungen. Eine Senkung des Zinssatzes für die Verzinsung nach der Abgabenordnung sei längst überfällig, betont Füracker. Zinsen auf Steuernachzahlungen von jährlich 6 Prozent seien den Bürgerinnen und Bürgern schon lange nicht mehr vermittelbar.

Schließlich will Bayern im Bundesrat die betriebliche Ausbildung durch eine steuerliche Entlastung von Auszubildenden attraktiver machen. Einige Branchen, darunter das Hotel- und Gaststättengewerbe, haben zunehmend Probleme mit der Besetzung von Ausbildungsplätzen. Füracker: „Wir wollen es für junge Menschen attraktiver machen, sich für eine Ausbildung in der Hotellerie oder Gastronomie zu entscheiden. Bayern will deshalb eine Entlastung der Auszubildenden bei der Versteuerung und der Sozialversicherung freier Kost und Logis als Sachbezüge erreichen. So bleibt mehr Netto vom Brutto.“

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 06. Juli 2018 10:03

Was Steuer-Profis über die SIS-Datenbank Steuerrecht sagen

Auf vieles kann man verzichten – auf SIS niemals! Herzlichen Glückwunsch zur aktuellen SIS-Datenbank, vielen Dank für Ihren äußerst aktuellen Informations-Service!
Friedrich Heidenberger, Steuerberater, 90530 Wendelstein
„Super einfach! Die beste Datenbank! Verwende nur noch SIS!“
Stefan Niethammer, Steuerberater, 75365 Calw