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BMF: Anwendung der Vorschriften über die Pflicht zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen

Bundesministerium der Finanzen 29. März 2021, IV A 3 - S 0304/19/10006 :010/IV B 1 - S 1317/19/10058 :011 (DOK 2021/0289747)

1 Anlage

Durch das Gesetz zur Einführung einer Pflicht zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen vom 21. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2875) wurde die Richtlinie (EU) 2018/822 vom 25. Mai 2018, ABl. L 139 vom 5. Juni 2018 S. 1, zur Änderung der EU-Amtshilferichtlinie in nationales Recht umgesetzt.

Für die Anwendung der mit diesem Gesetz eingeführten und geänderten Vorschriften gilt im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder Folgendes:

Inhaltsverzeichnis

  1. Sachlicher und persönlicher Anwendungsbereich der Mitteilungspflicht
    1. Allgemeines
    2. Sachliche Voraussetzungen der Mitteilungspflicht (§ 138d AO)
      2.1 Überblick
      2.2 Steuern, auf die das EU-Amtshilfegesetz Anwendung findet
      2.3 Steuergestaltung
      2.4 Beteiligte der Steuergestaltung
      2.4.1 Nutzer i. S. d. § 138d Abs. 5 AO
      2.4.1.1 Bereitstellung zur Umsetzung (§ 138d Abs. 5 Nr. 1 AO)
      2.4.1.2 Bereitschaft zur Umsetzung (§ 138d Abs. 5 Nr. 2 AO)
      2.4.1.3 Verwirklichung des ersten Schritts der Umsetzung (§ 138d Abs. 5 Nr. 3 AO)
      2.4.2 Andere an der Gestaltung Beteiligte
      2.4.3 Rolle des Intermediärs
      2.4.4 Besonderheiten bei Personengesellschaften und Gemeinschaften
      2.4.5 Besonderheiten im Konzern
      2.4.6 Besonderheiten bei Investmentfonds und Spezial-Investmentfonds
      2.5 Grenzüberschreitender Bezug (§ 138d Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 und Satz 2 AO)
      2.6 Merkmal i. S. d. § 138d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 AO
      2.7 Dauersachverhalte
      2.8 Änderungen steuerlicher Rahmenbedingungen
    3. Persönliche Voraussetzungen der Mitteilungspflicht
      3.1 Vorrangige Verpflichtung des Intermediärs zur Mitteilung einer grenzüberschreitenden Steuergestaltung
      3.1.1 Der Begriff des Intermediärs
      3.1.1.1 Vermarkten
      3.1.1.2 Konzipieren
      3.1.1.3 Organisieren
      3.1.1.4 Bereitstellen zur Nutzung
      3.1.1.5 Verwalten der Umsetzung
      3.1.2 Abgrenzung von Intermediär und anderen an der Gestaltung Beteiligten
      3.1.3 Erfüllungsgehilfen
      3.1.4 Inlandsbezug des Intermediärs (§ 138f Abs. 7 AO)
      3.1.4.1 Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt
      3.1.4.2 Inlandsbezug aus anderen Gründen
      3.1.5 (Partielle) Ausnahmen von der Mitteilungspflicht des Intermediärs
      3.1.5.1 Informationspflicht des Intermediärs
      3.1.5.2 Befreiung von der Verschwiegenheitspflicht durch den Nutzer
      3.1.5.3 Partieller Übergang der Mitteilungspflicht auf den Nutzer
      3.2 Verpflichtung des Nutzers zur Mitteilung einer grenzüberschreitenden Steuergestaltung
      3.2.1 Vollständige Mitteilungspflicht des Nutzers
      3.2.1.1 Inhouse-Gestaltung
      3.2.1.2 Intermediär ohne Inlandsbezug (§ 138g AO)
      3.2.1.3 Inlandsbezug des Nutzers (§ 138g Abs. 3 AO)
      3.2.2 Partielle Mitteilungspflicht des Nutzers
      3.3 Konkurrierende Mitteilungspflichten/Befreiung von der Mitteilungspflicht
      3.3.1 Mitteilungspflicht eines Nutzers/Intermediärs in mehreren Mitgliedstaaten
      3.3.2 Mitteilungspflicht mehrerer Intermediäre wegen derselben grenzüberschreitenden Steuergestaltung
      3.3.3 Mitteilungspflicht mehrerer Nutzer wegen derselben grenzüberschreitenden Steuergestaltung
  2. Kennzeichen (§ 138e AO)
    1. Kennzeichen i. S. d. § 138e Abs. 1 AO mit Relevanztest
      1.1 Relevanztest i. S. d. § 138d Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a) AO
      1.1.1 Allgemein
      1.1.2 Steuerlicher Vorteil i. S. d. § 138d Abs. 3 AO
      1.1.3 Fallgruppen i. S. d. § 138d Abs. 3 Satz 3 AO
      1.2 Kennzeichen i. S. d. § 138e Abs. 1 AO
      1.2.1 Qualifizierte Vertraulichkeitsklauseln (§ 138e Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a) AO)
      1.2.2 Honorarvereinbarung (§ 138e Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b) AO)
      1.2.3 Standardisierte Dokumentation oder Struktur (§ 138e Abs. 1 Nr. 2 AO)
      1.2.3.1 Standardisierte Dokumentation
      1.2.3.2 Standardisierte Struktur
      1.2.3.3 Standardvorgänge der Rechts- oder Steuerberatung
      1.2.4 Verlusterwerb (§ 138e Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a) AO)
      1.2.4.1 Verlustbringendes Unternehmen
      1.2.4.2 Beendigung der Haupttätigkeit dieses Unternehmens
      1.2.4.3 Verlustnutzung
      1.2.4.4 Unangemessene rechtliche Schritte
      1.2.5 Einkünfteumwandlung (§ 138e Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b) AO)
      1.2.6 Zirkuläre Vermögensverschiebungen (§ 138e Abs. 1 Nr. 3 Buchst. c) AO)
      1.2.7 Nullsatzjurisdiktionen (§ 138e Abs. 1 Nr. 3 Buchst. d) AO)
      1.2.8 Steuerbefreite Zahlungen (§ 138e Abs. 1 Nr. 3 Buchst. e) AO)
    2. Kennzeichen i. S. d. § 138e Abs. 2 AO ohne Relevanztest
      2.1 Besteuerung des Zahlungsempfängers (§ 138e Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a) AO)
      2.2 Besteuerung der Zahlung (§ 138e Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b) AO)
      2.3 Ausnutzung von Bewertungsunterschieden bei einer Vermögensübertragung (§ 138e Abs. 2 Nr. 1 Buchst. c) AO)
      2.4 Aushöhlung der Mitteilungspflichten nach dem gemeinsamen Meldestandard (§ 138e Abs. 2 Nr. 2 AO)
      2.5 Zwischenschaltung rechtlicher Eigentümer oder wirtschaftlich Berechtigter zur Verschleierung der Identität wirtschaftlich Berechtigter (§ 138e Abs. 2 Nr. 3 AO)
      2.6 Verrechnungspreisgestaltungen (§ 138e Abs. 2 Nr. 4 AO)
      2.6.1 Safe-Harbour-Regelungen (§ 138e Abs. 2 Nr. 4 Buchst. a) AO)
      2.6.2 Schwer zu bewertende immaterielle Werte (§ 138e Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b) AO)
      2.6.3 Funktionsverlagerungen (§ 138e Abs. 2 Nr. 4 Buchst. c) AO)
  3. Verfahren zur Mitteilung einer grenzüberschreitenden Steuergestaltung
    1. Mitteilung einer grenzüberschreitenden Steuergestaltung an das Bundeszentralamt für Steuern
      1.1 Mitteilung über die amtlich bestimmte Schnittstelle
      1.2 Mitteilungsfristen
      1.2.1 Allgemeine Mitteilungsfrist
      1.2.2 Maßgebende Ereignisse zur Auslösung einer Mitteilungspflicht
      1.2.3 Anlaufhemmung der Mitteilungsfrist in den Fällen des § 138f Abs. 6 AO
      1.2.4 Vereinbarung zur vollständigen Mitteilung durch den Nutzer der Steuergestaltung (§ 138f Abs. 6 Satz 5 AO)
      1.3 Inhalt der Mitteilung
      1.3.1 Inhalt der Mitteilung im Einzelnen
      1.3.1.1 Angaben zum Intermediär (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 AO)
      1.3.1.2 Angaben zum Nutzer der Steuergestaltung (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 AO)
      1.3.1.3 Angaben zu verbundenen Unternehmen (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 AO)
      1.3.1.4 Einzelheiten über das die Mitteilungspflicht auslösende Kennzeichen (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 AO)
      1.3.1.5 Inhalt der grenzüberschreitenden Steuergestaltung (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 AO)
      1.3.1.6 Datum des ersten Umsetzungsschrittes (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 6 AO)
      1.3.1.7 Benennung der betroffenen Vorschriften (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 AO)
      1.3.1.8 Angabe des wirtschaftlichen Werts der Steuergestaltung (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 8 AO)
      1.3.1.9 Angabe der betroffenen Mitgliedstaaten (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 9 AO)
      1.3.1.10 Angabe der betroffenen Personen (§ 138f Abs. 3 Satz 1 Nr. 10 AO)
      1.3.1.11 Angabe der Registriernummer und der Offenlegungsnummer
      1.3.2 Sprachenregelung
      1.4 Ordnungsmerkmale der grenzüberschreitenden Steuergestaltung
      1.4.1 Die Registriernummer
      1.4.1.1 Funktion der Registriernummer
      1.4.1.2 Vergabe einer Registriernummer
      1.4.1.3 Weitergabe der Registriernummer
      1.4.2 Die Offenlegungsnummer
      1.4.2.1 Funktion der Offenlegungsnummer
      1.4.2.2 Vergabe einer Offenlegungsnummer
      1.4.2.3 Verwendung als Referenz-Offenlegungsnummer
      1.4.2.4 Weitergabe der Offenlegungsnummer
      1.5 Informationspflichten
      1.5.1 Mitteilung der grenzüberschreitenden Steuergestaltung durch den Intermediär
      1.5.1.1 Information des Nutzers der grenzüberschreitenden Steuergestaltung
      1.5.1.2 Information weiterer, in der Mitteilung genannter Intermediäre
      1.5.1.3 Information weiterer, in der Mitteilung nicht genannter Intermediäre
      1.5.2 Mitteilung durch den Nutzer
      1.6 Aktualisierungspflicht bei marktfähigen Steuergestaltungen
    2. Keine Rückmeldung der Finanzverwaltung
    3. Pflicht zur Angabe der grenzüberschreitenden Steuergestaltung in der Steuererklärung (§ 138k AO)
    4. Ahndung von Verstößen gegen die Mitteilungspflicht
    5. Anwendungs- und Übergangsregelungen

Auf den Internetseiten des BMF:

Vollständiges BMF-Schreiben (pdf, 670 kB)

  • „Vielen Dank für die stets freundliche und konstruktive Betreuung durch Ihr Haus“

    Horst Flick, Groß- und Konzernbetriebsprüfer in Hessen

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    Reinhard Geiges, Finanzbeamter, 70173 Stuttgart

  • "Herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Das funktioniert, wie alles bei Ihnen, wunderbar. An dieser Stelle mal ein großes Lob an das gesamte Team. Ich bin wirklich froh, dass es Sie gibt."

    Uwe Lewin, Geschäftsführer Exacta Steuerberatungs GmbH, 07546 Gera