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BMF: Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich

Bundesministerium der Finanzen, Auszug aus dem Monatsbericht Juli 2022

  • Die Abgabenquote in Deutschland – d. h. das Verhältnis der Steuern und Sozialabgaben zum Bruttoinlandsprodukt – lag mit 38,3 Prozent im Jahr 2020 international im oberen Mittelfeld. Die tarifliche Besteuerung des Gewinns von Kapitalgesellschaften blieb 2021 in Deutschland insgesamt knapp unter 30 Prozent. Der 2021 erhobene Umsatzsteuerregelsatz von 19 Prozent lag im EU-Vergleich im unteren Bereich.
  • Im internationalen Umfeld blieben die Unternehmensteuersätze im Jahr 2021 weitgehend stabil. In verschiedenen Staaten wurden als Corona-Maßnahmen Verlustvor- und Verlustrückträge ausgeweitet.
  • Klug gesetzte steuerpolitische Rahmenbedingungen stärken die Möglichkeiten von Unternehmen, zu investieren, Innovationen voranzutreiben und diese in Wertschöpfung umzusetzen. Diese Innovationen sind die Produktivität von morgen. Gemeinsam mit einer soliden Finanzpolitik bilden sie eine wesentliche Grundlage, um wieder schnell finanzielle Puffer aufzubauen und damit auch in zukünftigen Krisensituationen in vollem Umfang handlungsfähig zu sein.

Einleitung

Der folgende Beitrag bietet einen vergleichenden Überblick zur internationalen Besteuerung. Dabei werden die Ergebnisse aus der neu aufgelegten BMF-Broschüre „Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich 2021“ (Die ausführliche Broschüre „Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich 2021“ kann hier heruntergeladen werden) zusammengefasst. Die Ländervergleiche erstrecken sich auf die EU-Mitgliedstaaten und einige andere Industriestaaten (Japan, Kanada, Norwegen, Schweiz, USA und Vereinigtes Königreich). Sie geben grundsätzlich den Rechtsstand zum Ende des Jahres 2021 wieder. Eine Ausnahme bilden die von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichten und zuletzt für das Vergleichsjahr 2020 verfügbaren Steuer- und Abgabenquoten. Maßnahmen, die 2022 wirksam wurden oder sein werden, sind noch nicht erfasst. Zur Interpretation der Daten im internationalen Vergleich ist generell anzumerken, dass sich sinnvolle Schlussfolgerungen bei vielen Vergleichen erst aus dem Gesamtkontext ergeben. Dies gilt insbesondere für das Zusammenspiel von nominalen Steuersätzen und unterschiedlich ausgestalteten Bemessungsgrundlagen in den einzelnen Staaten.

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bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2022/07/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-3-steuern-im-internationalen-vergleich.html

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    Brigitte Scheibenzuber, Steuerberaterin, 84137 Vilsbiburg

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    Ingrid Nigmann, Kanzlei Dipl.-Kfm. Georg-Rainer Rätze, 39112 Magdeburg

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